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1. Dezember 2010 3 01 /12 /Dezember /2010 18:03

Vor gut 9 Jahren hatte ich die Ehre als Stations-Zivi in einem örtlichen Krankenhaus zu arbeiten. Anscheinend war ich laut der Stellenbeschreibung ausreichend Qualifiziert um sofort am 3. September 2001 auf den Stationen der Geriatrie, Neurologie und Inneren Medizin anfangen zu dürfen. Vorkenntnisse wären nämlich gar nicht erforderlich.
Hätte ich vorher gewusst was ich den nächsten 10 Monaten vor mir hatte wäre ich vielleicht doch den Zivildienst verweigert und wäre zum Bund gegangen.

Dabei habe ich verschiedene Dinge gelernt und erlebt die mir teilweise in meinem späteren Leben geholfen haben oder mich doch etwas geprägt haben:

- Die ältere Dame der ich am Waschbecken geholfen habe und dann plötzlich mit einem Herzstillstand umgekippt ist. Die Reanimation verlief erfolgreich und die Patientin wurde dann auf die Intensiv-Station gebracht. Allerdings wurde sie 2 Tage danach wieder zurückverlegt und ich durfte ihr dann wieder am Waschbecken helfen. Zum Glück bis zur entlassung ohne weitere Zwischenfälle.

 

- Alte Leute sind nicht immer harmlos wie ich nach einem Schlag eines im Rollstuhl sitzenden Patienten in meine edelsten Teile gemerkt habe. Allerdings soll es da andere Zivis schon härter und öfters erwischt haben wie ich später erfahren habe.

- Irgendwann merkte ich das ich ein Talent hatte alles wegwischen und reinigen zu können solange es sich dabei nicht um erbrochenes handelt. Wie es eine Schwester mal so gut beschrieben hat: Ich kann Scheisse schaufeln ohne Ende!
Sehr nützlich wenn man später mal Abflüsse und Co reinigt.

- Die Erkenntniss eines Arztes das wohl die beste Abteilung des ganzen Hauses die damalige Küche ist.

 

- Das die Zeit zwar intressant, spannend und lehrreich war aber ein Pflegeberuf doch nichts für mich ist.

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