"Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr"
Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist beim diesjährigen Hochwasser in Deutschland sehr hoch. Auch Privatleute machen sich auf den Weg in die Hochwassergebiete um irgendwie Hilfe zu leisten.
Man sollte aber jetzt nicht einfach losfahren ohne das vorher zu planen. Man sollte sich schon Gedanken machen ob man wirklich dort eine Hilfe ist.
Jeder Helfer muss auch versorgt werden. Und wenn in einer kleinen Ortschaft mit ein paar Hundert Einwohnern plötzlich unangemeldet 300 Helfer auftauchen und für ein paar Tage bleiben kann die Versorgung dieser Ortschaft aufwendiger sein als der eigentliche Hochwasserschutz.
Wenn ihr also helfen wollt macht euch selbstständig Gedanken wo ihr z.B. schlafen könnt und etwas zum Essen oder trinken bekommen könnt.
Vielleicht habt ihr ja Freunde oder Angehörige die in der Nähe wohnen aber nicht direkt betroffen sind und könnt dort unterkommen.
Ihr solltet selbst ausreichend Nahrungsmittel und Getränke im Gepäck mithaben um auch Notfalls ohne jegliche Unterstützung für ein paar Tage versorgt zu sein. Bedenkt das wenn ihr Körperlich arbeitet wesentlich mehr Flüssigkeit braucht. Rechnet da durchaus mit 3 Litern pro Person und Tag.
Nehmt Lebensmittel mit die man notfalls auch kalt essen kann. Auch wenn man ausserhalb untergebracht ist kann dort die Energieversorgung zusammenbrechen und nur Mikrowellengerichte dann dabei zu haben ist recht unpraktisch.
Überlegt bitte also genau ob ihr dort wirklichen könnt oder damit die Kräfte der Hilfsorganisationen nicht noch mehr belastet.
Wenn ihr in Zukunft richtig helfen wollt könnt ihr euch ja auch überlegen ob ihr nicht in eine Örtliche Hilfsorganisation Eintritt. Fragt einfach bei der Örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, dem THW, dem DRK, den Johannitern oder einer anderen Hilfsorganisation nach. Es gibt kaum Hilfsorganisationen in Deutschland die zu viele Helfer haben.