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31. Dezember 2011 6 31 /12 /Dezember /2011 18:17

Aktuell hat es ja die Vestischen Verkehrsbetriebe in Bottrop hart getroffen. Das Unternehmen hat gut 60 Busse bei einem Brand in der Fahrzeughalle verloren. Schuld war wohl ein defektes Batteriekabel in einem Bus. Zum Glück wurde niemand verletzt und ein Großteil der fast 240 Busse stehen in einem Depot in Herten. Was aber wäre gewesen wenn es in diesem Depot in Herten zu einem ähnlichen Feuer gekommen wäre? Ich kenn nicht die Brandschutzmassnahmen in diesem Gebäude aber ein Feuer wäre dort wohl ähnlich verheerend gewesen.

Man sollte sich deshalb fragen wie weit man so eine Katastrophe in Zukunft verhindern kann. Das ist für die Feuerwehr nicht nur aus der Sicht der Brandbekämpfung intressant. Sehr viele große Freiwillige Feuerwehren haben ihre Fahrzeuge alle relativ dicht in einer Fahrzeughalle stehen. Ein einzelner Fahrzeugbrand würde sehr schnell auf die anderen Fahrzeuge übergreifen. Der Schaden ist meist absolut katastrophal wie die Freiwillige Feuerwehr Syke sogar 1994 und 2009 zweimal erfahren mußte.

 

Was kann man also tun um so was in Zukunft zu verhindern?

 

Sinn mach auf alle Fälle der Einbau einer Brandmeldeanlage in großen Fahrzeughallen. Der Brand in Bottrop wurde erst gemeldet als die Einwohner die Geräusche der platzenden Busreifen gehört haben.

Wäre der Brand früher entdeckt worden wäre es vielleicht nicht zu diesen großen Schaden gekommen.

 

Der Schaden wäre auch nicht so groß gewesen wenn eine größerer Räumlicher Abstand zwischen den Fahrzeugen existiert hätte. Brandschutzwände ungefähr nach circa jedem vierten Fahrzeugtor hätten die Brandausbreitung definitiv eingeschränkt.

 

Sprinkleranlagen hätten wohl auch das Feuer eindämmen können. Bei Fahrzeughallen in der ständig jemand ist könnte auch der Einbau einer so genannten Sprühflutanlage empfehlenswert sein.
Den Unterschied hat gut firefox05c in seinem Blog erklärt:

 

Die Sache mit der Sintflut

Damit es möglichst gar nicht erst zu so einem Horrorszenario kommt, gibt es sogenannte Sprinkleranlagen. Diese sind aber nicht zu verwechseln mit den Dingern, die bei Feueralarm sofort die ganze Bude unter Wasser setzen: Das sind nämlich Sprühflut- Anlagen.

 

Der Unterschied: Sprinkler sind Düsen, die in einer Leitung stecken, die ständig unter Druck steht. Allerdings sind sie verschlossen durch ein kleines Glasröhrchen, das mit farbiger Flüssigkeit gefüllt ist. Kommt nun von unten Hitze, weil die Sonderangebote am Klamottenständer heiß umkämpft werden, dehnt sich die Flüssigkeit aus und sprengt das Röhrchen: Die Düse ist frei, und es wird ein Wasserschirm versprüht. Dieses hat den Vorteil, dass nur dort Wasser versprüht wird, wo auch durch Wärme ein Röhrchen geplatzt ist. Und nicht im ganzen Kaufhaus gleichzeitig, nur, weil jemand einen Feuermelder gedrückt hat! Dieses Märchen über Sprinkleranlagen gehört nach Hollywood.

In einigen Gebäudebereichen, wie zum Beispiel im Bühnenbereich einiger Theater, werden hingegen die oben erwähnten Sprühflutanlagen eingesetzt, die entweder automatisch (z.B. wiederum durch Hitze in einem geschützten Bereich) oder durch manuelles Einschalten in Gang gesetzt werden. In der Tat sind die Düsen dieser Anlage offen und sprühen daher flächendeckend. Da der Wasserschaden unter Umständen – besonders bei Fehlauslösung – in keiner Relation zum Brandschaden stehen kann, werden diese Anlagen aber nur selten verbaut. Also: Farbiges Röhrchen in der Düse = Sprinkleranlage, bei der nur die benötigten Düsen löschen!

 

 

 

Die optimale Lösung um ein Feuer schlagartig zu löschen bzw. an der Ausbreitung zu hindern wäre wohl eine automatische Schaumlöschanlage wie sie oft in Flugzeughangars verwendung findet.
Dazu gibt es schöne Beispielvideos im Internet:

 

 

Das sind alles Möglichkeiten wie in Zukunft solche katastrophalen Feuer verhindert werden könnten und man sollte dies in die Planung neuer und Renovierung alter Fahrzeughallen mit einbeziehen. Man könnte auch bei den Feuerwehren die über geteilte Fahrzeughallen verfügen darüber nachdenken die Fahrzeuge für den ersten Abmarsch in den Hallen aufzuteilen um für den Fall der Fälle den Schaden zu minimieren. Allerdings hätte wie ich finde das den Nachteil bei der Verteilung der Einsatzkräfte auf die Fahrzeuge beim ausrücken.

 

 

Wie ich finde sollte man aber beim abstellen von vielen Fahrzeugen im Freien auch auf solche Dinge achten. Wenn man einen Fuhrpark von mehr als ein Dutzend Fahrzeugen braucht sollte man vielleicht darüber nachdenken nicht alle Fahrzeuge in einem Abstand von einem halben Meter zu parken. Brennt dann ein Fahrzeug kann man die beiden Fahrzeuge daneben meist auch abschreiben wenn nicht sofort eingegriffen wird.

Hier ein Beispiel so einer Situation wo nur 3 LKW betroffen waren.

 

 

 

 

 

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Published by Süder - in Feuerwehr
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